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Orgeln
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DIE ORGELN DER KONSTANTIN-BASILIKA Die Ibach-Orgel (1856 - 1913) Aus demselben Jahr 1856, in welchem die ehemalige römische Palastaula zur Ev. Kirche zum Erlöser (Konstantin-Basilika) wurde, stammt auch die erste Orgel. Mit dem Bau beauftragt wurde die Firma Orgelbau Ibach aus Wuppertal-Barmen, die von 1794 bis 1904 als Orgelbaubetrieb existierte. Später widmete sich Ibach ausschließlich dem Bau von Klavieren und Flügeln und wurde damit weithin bekannt. Die Orgel erhielt ihren Platz auf einer dem Altarraum gegenüberliegenden Empore. Diese ruhte auf acht 8,70 m hohen Säulen. Das Gehäuse des Instrumentes war 15,10 m hoch, 10,60 m breit und 5 m tief und beherbergte 40 Register, die von drei Manualen und Pedal aus spielbar waren. In den zwei halbrunden Pedaltürmen standen dreißig Pfeifen des Prinzipalbaß 32´. Die Ibach-Orgel wurde am 28. September 1856 mit der Basilika in Anwesenheit des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV. und seiner Gattin eingeweiht. In seinem Gutachten aus dem Jahre 1857 zählt der damalige Königliche Musikdirektor Prof. Bischoff aus Köln das Instrument, welches ungemein klangschön gewesen sein muß, "zu den trefflichsten Werken der neueren Zeit". Die Ibach-Weigle-Orgel (1913 - 1944) Im Jahre 1913 wurde die Basilika-Orgel durch die Firma Friedrich Weigle (Echterdingen bei Stuttgart) umgebaut und auf 50 Register (insgesamt 3190 Pfeifen) erweitert. Das Instrument hatte eine rein pneumatische Traktur und Membranenladen. Es erklang in fertigem Zustand erstmals am 14. Oktober 1913 in Anwesenheit des deutschen Kaisers. Zu dieser Zeit besaß Trier auf engstem Raum drei große Orgeln der Firma Weigle: im Trierer Dom (1901), der Liebfrauenkirche (1910) und der Konstantin-Basilika. Im amtlichen Gutachten über die Basilika-Orgel, verfasst vom damaligen Domorganisten Ludwig Boslet, heißt es: "Der neue Spieltisch ist für sich schon ein Kunstwerk und eine Sehenswürdigkeit. Charakteristische Intonation dokumentieren sämtliche Register. Hervorragend schön klingen die Trompeten, Clarinette, Oboe und Tuba. Fugara 4´, die 3 Seraphonregister, Gamba und Voix célèste sind im Solo wundervoll. Die Firma Weigle hat in dieser Meisterarbeit den alten Ruhm in neue Politur gestellt." Die Schuke-Orgel (seit 1962) Dem Zweiten Weltkrieg fielen sowohl die Orgel als auch die Inneneinrichtung der Basilika zum Opfer. Nach dem 1956 abgeschlossenen Wiederaufbau erhielt der Raum im Jahre 1962 eine neue Orgel (II/30) mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur, erbaut von der Berliner Orgelbauanstalt Prof. Karl Schuke. Dem asketischen Restaurationsverständnis dieser Zeit entsprach der Standort der neuen Orgel, die in den vorderen Fensterbogen der Ostwand hineingebaut wurde. Neben denkmalpflegerischen Gesichtspunkten waren auch liturgische Argumente (Dreieck Kanzel-Altar-Orgel) für diesen auch akustisch günstigen Standort entscheidend. Angesichts der geringen Größe des Instrumentes, bezogen auf den Raum und seine hervorragenden orgelakustischen Eigenschaften, kann man von der heutigen Orgel am ehesten als Chororgel sprechen. Der Prospekt verdeutlicht den klaren Werkaufbau: das Oberwerk ist über dem Hauptwerk angeordnet, die 16´-Prinzipale des Pedals rahmen diese Mitte ein, deren einziges in den Raum hineinragendes Element die Spanischen Trompeten 8´ und 4´ bilden. Ausblick Seit dem Bau der Schuke-Orgel ist die Basilika, nicht zuletzt durch den alljährlich im Sommer stattfindenden Orgelzyklus, zu einer der prominentesten Stätten der Orgelkunst in Rheinland-Pfalz geworden. International renommierte Orgelkünstler(innen) wie auch Nachwuchstalente finden in diesem konzertanten Rahmen ein breites Forum. Praktisch alle Interpreten/-innen aus West- und Osteuropa wie aus Übersee, die auf der Chororgel konzertiert haben, waren sich allerdings einig in der Beurteilung, dass dieses Instrument weder in seiner klanglichen Bandbreite noch in seinen technischen Möglichkeiten der Größe und Bedeutung des einmaligen Raumes gerecht wird. Auf diesem Hintergrund darf die Orgelgeschichte der Basilika nicht als abgeschlossener Prozess betrachtet werden, sondern wird auch in Zukunft entwicklungsfähig bleiben.
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